Marokko oder "Maghreb el Aksa", wie es bei den Arabern heißt,
ist durch seine Nähe zu Europa, aufgrund der vielen
kulturellen Sehenswürdigkeiten, seiner orientalischen
Traditionen und wegen der vielfältigen Naturschönheiten
zum Urlaubsland prädestiniert.
Die älteste
der vier Königsstädte (ca.
1.051.000 Einwohner mit Trabantenstädten und Umgebung), Fes ist neben Marrakesch sicher die
interessanteste Stadt
Marokkos. Sie ist
das geistige Zentrum des Landes und Sitz der neben
der Azhar-Universität in Kairo ältesten islamischen
Universität, der Karaouyine. Seit 1976 steht sie
unter dem Schutz der UNESCO als erhaltenswerte Stadt,
und es wird nach und nach versucht, Teile von ihr zu
restaurieren. Fes besteht aus 3
Teilen: dem ältesten
Stadtteil, Fes-el-Bali ("das alte Fes"),
dann dem von den Meriniden gegründeten Fes-el-Djedid
("das neue Fes") und schließlich
dem Dar Debibegh, der Ville Nouvelle,
von den Franzosen während der Protektoratszeit gegründet
und nun eigentliche Neustadt.
Meknes ist eine der vier Königsstädte
Marokkos und hat ca. 500.000 Einwohner. Aus zwei Stadtkernen
bestehend, die voneinander durch den Fluß Boufekrane
getrennt sind, erhebt sich Meknes auf einer Hochebene
550 m über dem Meer. Es liegt in einem der landwirtschaftlich
reichsten Gebiete mit einem gesunden, milden Klima während
des ganzen Jahres. Meknes ist wichtiges Handels- und
Handwerkszentrum. Meknes ist vor allem auch bekannt wegen
seiner Weine, die durchaus die Qualität guter französischer
Landweine erreichen. Die bekanntesten Marken sind Ksar
Guerrouane und Les Trois Domaines.
Marrakech,
Die "Perle des Südens". Sie spiegelt
die ganze Vielfalt des orientalischen Lebens, auch in
seiner krassen Gegensätzlichkeit. Im Norden der
Stadt, angrenzend an die Palmeraie liegen die Viertel
der Wohlhabenden, im Westen im Viertel Hivernage liegt
das Hotelviertel, und in der Medina findet man prachtvolle
Palästen und Ruinen aus glanzvollen Zeiten. In kaum
einer anderen Stadt kann man die Gegensätze so hautnah
erleben.
Casablanca ist eine moderne Großstadt mit wenigen
alten Bauwerken und geringen marokkanischen Kulturelementen,
geprägt aber vom französischen Kolonialismus
- mit breiten Boulevards und französisch inspirierten
Stadthäusern aus den 30er und 40er Jahren, ergänzt
durch neue Hochhäuser und Gebäude in neuorientalischem
Stil. Kinos, Cafés, Restaurants, Discos - alles
ist hier zu finden.
Rabat,
die Hauptstadt des Landes, an der Bou-Regreg-Mündung
gelegen, liegt 60 Meter hoch und hat mit Salé ca.1,3
Mill. Einwohner. Prähistorische Funde in der Gegend
von Salé weisen auf eine frühe Besiedelung
hin. Die Phönizier und Karthager benutzten die
Mündungsbucht des Bou-Regreg-Flusses als Ankerplatz,
und das Gebiet des heutigen Chellah war wichtiger römischer
Handelsplatz. Im 8. Jh. siedelten die kriegerischen
Berghouata-Berber in der Nähe von Rabat. Sie schrieben
ein neues Religionsgesetzbuch, das zwar den Koran als
Grundlage nahm, aber sich mehr an berberische Traditionen
anlehnte. Zenata-Berber und spanische Omajjaden, die
diese Religionsspaltung heftig bekämpften, gründeten
im 10. Jh. ein Ribat - eine Klosterburg - auf dem Oudaia-Felsen.
Tanger,
das Tor zu Afrika. Die Stadt ist an einen
Berghang gebaut und zieht sich bis zum Meer und dem
weißen
Strand hinunter. Tangers Ruf war immer geheimnisvoll.
Mancher erinnert sich an die vergangenen Zeiten der
internationalen Zone und an berühmte Persönlichkeiten,
die sich hier niedergelassen hatten. Der Place Hassan
II. bildet den Mittelpunkt des Ortes und verbindet
die Alt- mit der Neustadt. Hier spielt sich das Leben
der Stadt ab. Man bekommt die ersten Eindrücke
vom orientalischen Leben. Ein munteres Treiben, bunte
Trachten, Stimmengewirr und die unterschiedlichsten Düfte
erwarten Sie. An der Nordseite des Platzes erhebt sich
eine kleine Moschee, und gegenüber liegt der ehemalige
Sitz der spanischen Protektoratsregierung und das jetzige
spanische Generalkonsulat. Prachtvoll ist der sich nördlich
vom Platz Hassan II. anschließende Sultans-Palast
Dar el Makhzen. Im 17. Jh. erbaut, war er Sitz des Kalifen.
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